Bin ich für einen Hacker relevant?
Im Folgenden werden einige Gründe genannt, warum Hacker Personen ins Visier nehmen, die sich selbst nicht als relevant betrachten:
Opportunistische Angriffe
Manche Hacker haben es nicht speziell auf Einzelpersonen abgesehen, sondern werfen ein weites Netz aus, um nach verwundbaren Zielen zu suchen, die sie ausnutzen können. Sie verwenden möglicherweise automatisierte Tools oder Techniken, um nach Schwachstellen in Systemen oder Netzwerken zu suchen, und wenn sie eine Schwachstelle finden, versuchen sie möglicherweise, sich unbefugten Zugang zu verschaffen.
Persönliche Informationen
Hacker können es auf Einzelpersonen abgesehen haben, um sich Zugang zu deren persönlichen Daten zu verschaffen, z. B. Finanzdaten, Sozialversicherungsnummern oder Anmeldedaten. Diese Informationen können für Identitätsdiebstahl, Finanzbetrug oder andere bösartige Aktivitäten verwendet werden.
Social Engineering
Hacker können Social-Engineering-Techniken einsetzen, um Personen dazu zu bringen, vertrauliche Informationen preiszugeben oder Aktionen durchzuführen, die ihre Sicherheit gefährden. Dazu können Phishing-E-Mails, Telefonanrufe oder andere Methoden gehören, die eher menschliche Schwachstellen als technische Schwächen ausnutzen.
Botnets und Malware
Hacker können Computer oder Geräte von Einzelpersonen mit Malware infizieren, um die Kontrolle über sie zu erlangen und sie als Teil eines Botnets zu nutzen. Diese kompromittierten Geräte können dann für Angriffe auf andere Ziele oder Aktivitäten wie Spamming, DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) oder Kryptowährungsschürfen verwendet werden.
Persönlicher Groll oder Rache
In manchen Fällen werden Einzelpersonen aufgrund von persönlichen Streitigkeiten, Rachegefühlen oder Racheakten zum Ziel von Hackern. Dies kann bedeuten, dass persönliche Konten gehackt werden, falsche Informationen verbreitet werden oder der Ruf geschädigt wird.
Obwohl es unmöglich ist, das Risiko, Ziel eines Hackers zu werden, vollständig auszuschliessen, können Sie einige Schritte unternehmen, um Ihre Cybersicherheit zu verbessern:
- Verwenden Sie starke, eindeutige Passwörter für alle Ihre Konten und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, sofern verfügbar.
- Halten Sie Ihr Betriebssystem, Ihre Software und Ihre Antivirenprogramme mit den neuesten Sicherheits-Patches auf dem neuesten Stand.
- Seien Sie vorsichtig bei verdächtigen E-Mails, Nachrichten oder Anrufen, und vermeiden Sie es, auf Links zu klicken oder Anhänge von unbekannten Quellen herunterzuladen.
- Erstellen Sie regelmässig Sicherungskopien Ihrer wichtigen Daten an einem sicheren Ort.
- Verwenden Sie eine seriöse Firewall und erwägen Sie die Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN), wenn Sie auf das Internet zugreifen, insbesondere in öffentlichen Wi-Fi-Netzwerken.
- Informieren Sie sich über gängige Cybersicherheitsbedrohungen und bewährte Verfahren zum Schutz Ihrer digitalen Daten.
Indem Sie eine gute Cybersicherheitshygiene praktizieren und auf dem Laufenden bleiben, können Sie die Wahrscheinlichkeit verringern, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, unabhängig davon, welche Bedeutung Sie für Hacker haben.
MOUNT10 hat deshalb im Oktober 2020 die Swiss Cyber Defence Initiative unter Mitwirkung verschiedener Industriepartner wie z.B. Swisscom und Microsoft, ins Leben gerufen.
Swiss Cyber Defence DNA (SCD-DNA) ist ein Leitfaden für Ihr KMU, mit dem Sie sich einfach und effizient gegen Gefahren der Cyber-Kriminalität und grossem finanziellen Schaden schützen können.
Der Leitfaden ist kostenlos und lösungsneutral.
Die Massnahme Nr. 1 bezieht sich auf “Aktuelle unveränderbare Datensicherung / schreibgeschütztes Backup”